Dr. Kristina Kratz-Kessemeier, Berlin

 

Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Publizistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Freien Universität Berlin. 1996 Magister FU Berlin (Hauptfach: Neue Geschichte). 2005 Promotion FU Berlin (Fach: Kunstgeschichte) bei Prof. Dr. Thomas W. Gaehtgens und Prof. Dr. Jürgen Kocka mit einer Arbeit zur Politik des preußischen Kultusministeriums im Bereich bildende Kunst während der Weimarer Republik 1918-1932, publiziert 2008 unter dem Titel "Kunst für die Republik".

Seit 2007 Tätigkeit als selbstständige Historikerin, Kunsthistorikerin und Lektorin in Berlin. Konzeption und Umsetzung zahlreicher Forschungs-, Tagungs- und Publikationsprojekte, wiederholt im Auftrag der Richard-Schöne-Gesellschaft für Museumsgeschichte e.V. sowie des Instituts für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der Technischen Universität Berlin, Fachgebiet Kunstgeschichte der Moderne (Lehrstuhl Prof. Dr. Bénédicte Savoy), teilweise mit weiteren Kulturpartnern wie den Staatlichen Museen zu Berlin, dem Deutschen Historischen Museum, dem Deutschen Museumsbund oder der Kunsthalle Rostock. Umfangreiche Projekte dabei 2007-2011 zu Nationalgalerieleiter Ludwig Justi (1876-1957), 2009-2011 zu Quellen zur Museumsgeschichte 1750-1950, 2013-2016 zu Museen im Nationalsozialismus, 2013-2016 zum Kunsthändler Paul Graupe (1881-1953), 2013-2019 zum Deutschen Museumsbund sowie 2018-2022 zu Museen in der DDR. Daneben vielfältige Tagungs- und Podiumsbeteiligungen, Vorträge und Veröffentlichungen, aktuell vor allem zum modernen ästhetischen Bildungsort Museum bis 1970 in West und Ost sowie zur Moderneförderung der Weimarer Republik, konkret etwa bezogen auf die Novembergruppe (Berlinische Galerie 2018), Charlotte Berend-Corinth (Saarlandmuseum Saarbrücken 2021/22), Künstlervereinigungen der 1920er Jahre (TU Dortmund/Universität Siegen 2021/22) oder die Erste Russische Kunstausstellung 1922 in Berlin (Jacobs University Bremen 2021/22). Auch mit internationaler Präsenz, jüngst beispielsweise in Basel (Kunstmuseum Basel 2023) oder Kopenhagen (Universität Kopenhagen 2023). Neuerdings mit wachsendem Interesse an Provenienzen und Werkwegen staatlicher Moderneerwerbungen der Weimarer Republik sowie an einer erstmals grundlegender auch feministisch zu denkenden Museumsgeschichte - speziell unter der Leitfrage: Welche Rolle spielten frühe Museumsfrauen in Deutschland 1900-1933 für die Genese des modernen Museums? Zudem regelmäßiges Engagement als Lektorin, unter anderem 2016-2019 für das Auktionshaus Grisebach.

Zuvor, während Studium und Promotion, Herbert-Weichmann-Reisestipendiatin der Hamburger Körber-Stiftung (DDR 1990), 1992-1998 erst Studentische, danach Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationsgeschichte und angewandte Kulturwissenschaften der FU Berlin (Lehrstuhl Prof. Dr. Bernd Sösemann), Praktika und freie Mitarbeit am Deutschen Historischen Museum (Ausstellung Walther Rathenau 1993), in der Galerie Neiriz 1996, in Kulturredaktionen sowie 1996-2002 bei der Körber-Stiftung Hamburg und Dresden im Bereich historisch-politische Bildung (Schülerwettbewerb Deutsche Geschichte um den Preis des Bundespräsidenten [Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten]; Wettbewerb Deutschlandbilder 1989 - 1999 - 2009). Promotionsstipendium des Landes Berlin (NaFöG) 2000-2002.

Basics: 1969 geboren in Münster als Tochter der Publizistin Carin Kessemeier (Gentner) und des Historikers, Museumsmanns und modernen niederdeutschen Lyrikers Siegfried Kessemeier. Schillergymnasium Münster. Preisträgerin Schülerwettbewerb Deutsche Geschichte um den Preis des Bundespräsidenten 1986/87 und 1988/89. Verheiratet, zwei Kinder. Seit 1999 aktives Mitglied der Richard-Schöne-Gesellschaft für Museumsgeschichte e.V. als Netzwerkverbund museumshistorisch Forschender. Seit 2007 eigenes Projektbüro in Berlin-Prenzlauer Berg, eng vernetzt mit den großen Archiven und Kulturinstitutionen Berlins.

 

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Rezension Göbel
Rezension Göbel in Politik-Kultur 09.2022
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